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Situationen aus dem Alltag in der Photographie aufgelöst

Meine freie Photographie ist der Kontrapunkt zur zum Überdruss produzierten Konzeptkunst der letzten 15 Jahre. Hier gibt es keine Kopfgeburten, die Sie in Ratlosigkeit stürzen.

Der praktische Zugang zum Motiv erfolgt spontan, Vorbereitungen oder Konzepte widerstreben mir – hochtrabende Beschreibungen sind nicht nötig. Das Photo ist, was es ist. Der Betrachter wird nicht in Ratlosigkeit hinterlassen.
Die Ablehnung konzeptionellen Arbeitens ist tief in mir verwurzelt. Mein fester Glaube an die Spontanität, den Augenblick und das Situative ergeben die wahrhaftigeren Arbeiten. Die Motive kommen spontan aus dem Leben und dem Alltag. Sofern diese als interessant empfunden werden, werden daraus eventuell Photowerke. Keineswegs aber wird bewusst auf Motivschau gegangen. Die Motive müssen stark genug sein, um zu mir durchzudringen. Vom fertigen Werk braucht auch keine Erkenntnisstiftung ausgehen. Mein Anspruch an ein Motiv oder eine Situation ist zwar hoch, für das fertige Werk ergibt sich dadurch aber nicht automatisch ein hoher Anspruch – es ist was es ist: ein von mir vergrößertes Photo das durch meine inneren Filter durchgedrungen ist und festgehalten wurde.

In den letzten Jahren wird dieser spontane Zugang von mir immer stärker praktiziert. Dadurch ergeben sich automatisch einige Dinge: Ich pflege dadurch eine große Distanz zu vielem. Ich produziere weniger. Vieles wird auch nicht photographiert und lebt in meinen Gedanken weiter oder kann auch getrost wieder vergessen werden.

Steve Haider 2014

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Autor Gerhard Altmann über Steve Haider’s Photographie

Steve Haider stellt sich vielen Augenblicken, verfolgt aufmerksam den Alltag und geht wachen Auges durchs Leben. Mit dem eigenen Augenblick ist er der Vergänglichkeit auf der Spur. Er hält den „Sunset in Gols“ ebenso fest wie die „circumstances“, er ist „draussen“ unterwegs und schießt auch in der Küche und im Hallenbad Bilder, Fotos beim Fisch Ausnehmen und beim Warten auf die Hochzeit. Bilder, die eine große Leichtigkeit haben, viel Atmosphäre und vollkommen ungezwungen wirken. Ist das alles wirklich nur beobachtet, genauso gewesen? Oder arrangiert? . . . Egal!

Ich hab auch Kamera gespielt: „nichts erfinden, nur abschreiben was man sieht, dem Augenblick trauen und alle Fäden im Gedankenstift zusammenlaufen lassen. Was draußen ist nach innen holen, sich die Welt ordentlich einverleiben und mit dem Gedankenfluß dazugehören zum allgemeinen fließen zum Fluß der Zeit“, hab ich einmal gedacht.

Aber bei Steve gibt es auch die minimal komponierten Bilder, etwa den Akt auf der Windschutzscheibe; Fotos die Türen in Ungeahntes öffnen. Parallele zur Literatur: Am besten gefallen mir Gedichte, die ich nicht verstehe. Mit Steve bin ich überall dabei – beim Nachtschwimmen und beim Tod der Katze – hautnah. Und sogar beim Nachtnacktschwimmen ist man als Voyeur erwünscht.

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Situationen aus dem Alltag in der Photographie aufgelöst

Meine freie Photographie ist der Kontrapunkt zur zum Überdruss produzierten Konzeptkunst der letzten 15 Jahre. Hier gibt es keine Kopfgeburten, die Sie in Ratlosigkeit stürzen.

Der praktische Zugang zum Motiv erfolgt spontan, Vorbereitungen oder Konzepte widerstreben mir – hochtrabende Beschreibungen sind nicht nötig. Das Photo ist, was es ist. Der Betrachter wird nicht in Ratlosigkeit hinterlassen.
Die Ablehnung konzeptionellen Arbeitens ist tief in mir verwurzelt. Mein fester Glaube an die Spontanität, den Augenblick und das Situative ergeben die wahrhaftigeren Arbeiten. Die Motive kommen spontan aus dem Leben und dem Alltag. Sofern diese als interessant empfunden werden, werden daraus eventuell Photowerke. Keineswegs aber wird bewusst auf Motivschau gegangen. Die Motive müssen stark genug sein, um zu mir durchzudringen. Vom fertigen Werk braucht auch keine Erkenntnisstiftung ausgehen. Mein Anspruch an ein Motiv oder eine Situation ist zwar hoch, für das fertige Werk ergibt sich dadurch aber nicht automatisch ein hoher Anspruch – es ist was es ist: ein von mir vergrößertes Photo das durch meine inneren Filter durchgedrungen ist und festgehalten wurde.

In den letzten Jahren wird dieser spontane Zugang von mir immer stärker praktiziert. Dadurch ergeben sich automatisch einige Dinge: Ich pflege dadurch eine große Distanz zu vielem. Ich produziere weniger. Vieles wird auch nicht photographiert und lebt in meinen Gedanken weiter oder kann auch getrost wieder vergessen werden.

Steve Haider 2014

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Autor Gerhard Altmann über Steve Haider’s Photographie

Steve Haider stellt sich vielen Augenblicken, verfolgt aufmerksam den Alltag und geht wachen Auges durchs Leben. Mit dem eigenen Augenblick ist er der Vergänglichkeit auf der Spur. Er hält den „Sunset in Gols“ ebenso fest wie die „circumstances“, er ist „draussen“ unterwegs und schießt auch in der Küche und im Hallenbad Bilder, Fotos beim Fisch Ausnehmen und beim Warten auf die Hochzeit. Bilder, die eine große Leichtigkeit haben, viel Atmosphäre und vollkommen ungezwungen wirken. Ist das alles wirklich nur beobachtet, genauso gewesen? Oder arrangiert? . . . Egal!

Ich hab auch Kamera gespielt: „nichts erfinden, nur abschreiben was man sieht, dem Augenblick trauen und alle Fäden im Gedankenstift zusammenlaufen lassen. Was draußen ist nach innen holen, sich die Welt ordentlich einverleiben und mit dem Gedankenfluß dazugehören zum allgemeinen fließen zum Fluß der Zeit“, hab ich einmal gedacht.

Aber bei Steve gibt es auch die minimal komponierten Bilder, etwa den Akt auf der Windschutzscheibe; Fotos die Türen in Ungeahntes öffnen. Parallele zur Literatur: Am besten gefallen mir Gedichte, die ich nicht verstehe. Mit Steve bin ich überall dabei – beim Nachtschwimmen und beim Tod der Katze – hautnah. Und sogar beim Nachtnacktschwimmen ist man als Voyeur erwünscht.

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